Reiseagentur Manuela Pfeifer
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Fortbildungsreise Niederösterreich Oktober 2009

Eine Fortbildungsreise führte mich im Oktober 2009 nach Niederösterreich. 

Tag 1: BADEN

HOTEL SCHLOSS WEIKERSDORF / GRAND HOTEL SAUERHOF / HOTEL CARUSO / VILLA GUTENBRUNN / HEURIGEN

Die Stadt Baden liegt etwa 26 Kilometer von Wien entfernt sehr idyllisch am Rande des Wiener Walds. Eine Bahnverbindung führt von der Innenstadt bis nach Wien. Wer gerne wandert, kann sogar auf Sisis Spuren vom Kurpark aus durch den Wiener Wald bis nach Wien wandern. Kaiserin Elisabeth ging diesen Weg angeblich sehr oft, um einen klaren Kopf zu bekommen.


Baden vereint gleich mehrere (teilweise einzigartige) Eigenschaften in sich und darf sich von daher unter anderem Kurstadt, Kaiserstadt, Biedermeierstadt, Rosenstadt und Kulturstadt nennen. 

  • Kurstadt: zahlreiche Schwefelquellen sorgen für viele  Kurgäste, die in Baden unter anderem rheumatische und Hauterkrankungen lindern oder gar heilen lassen können
  • Kaiserstadt: Kaiser Franz Josef hatte in Baden seine Sommerresidenz
  • Biedermeierstadt: 1812 fiel ein großer Teil der Stadt einem Brand zum Opfer und wurde im Stil des Biedermeier wieder aufgebaut. Die Stadt gilt quasi als Urmutter des Biedermeier. 
  • Rosenstadt: Das im idyllischen Doblhoffpark gelegene Rosarium zählt zu den größten seiner Art in Europa. Circa 600 verschiedene Rosensorten wachsen hier. Besonders im Juni und im Oktober – während der Blütezeit – zieht das Rosarium am Schloss Weikersdorf daher viele, teils weit gereiste, Besucher an. 
  • Kulturstadt: Mozart, Beethoven, Strauß - sie alle haben in Baden ihre Spuren hinterlassen. Neben der Tradition des Walzers wird die klassische Operette hier besonders gepflegt.
  • Ein weiterer Anziehungspunkt für die Kurgäste ist die Römer-Therme neben dem Kurpark. Hier hat man  unter anderem die Möglichkeit in Schwefelwasser zu baden. 

 

Während der Reise wohnten wir im "Hotel Schloss Weikersdorf", welches direkt am Doblhoffpark mit seinem Rosarium liegt. Zu Fuß braucht man nur wenige Gehminuten bis in die Innenstadt von Baden. Vom Hotel- Restaurant aus hat man normalerweise einen schönen Blick auf die Gartenanlagen. Während unseres Aufenthaltes wurde ein Teil der Anlage aber gerade mit Baggern für das Gartenfestival 2010 vorbereitet. Das Hotel selbst ist in einem historischen Schloss untergebracht. Wer sich von den Geweihen in der Lobby nicht abschrecken lässt, wird hier beste Erholung finden.

Zimmer Hotel Schloss Weikersdorf
Badezimmer Hotel Schloss Weikersdorf



Die Zimmer sind in dunklen Rot- und Brauntönen gestaltet und in einer Mischung aus Moderne und Biedermeier eingerichtet. Mir persönlich haben die Zimmer gut gefallen, nur das Bad hätte etwas größer sein können. Ungünstig ist die Position der Toiletten direkt hinter der Tür. Sehr angenehm hingegen ist die Fußbodenheizung im Bad.

Bett Hotel Schloss Weikersdorf


Innenhof Hotel Schloss WeikersdorfInnenhof Hotel Schloss Weikersdorf



Dank des romantischen Ambientes ist das Hotel ein begehrtes Ziel für Hochzeitsfeiern. Im Hotel gibt es auch mehrere Tagungsräume, die dank der alten, teilweise niedrigen Holzdecken und ehemaligen Schießscharten ein netter Gegensatz zu modernen Tagungshotels sind. 
Das Hotel verfügt über einen 1000 m² großen Spa-Bereich mit Swimmingpool und mehreren schön eingerichteten Massage-/Anwendungsräumen.

Wie es auf einer Weiterbildungsreise üblich ist, haben wir auch andere Hotels besichtigt.


Anmerkung: beide Hotels sind inzwischen leider geschlossen (Stand: September 2015)

"Grand Hotel Sauerhof": 

sehr schönes 4-Sterne-Hotel im Biedermeierstil mit altem Holzfußboden und schlossähnlichen Fluren

"Caruso": 

Schwesterhotel des "Hotel Schloss Weikersdorf"; vom Ambiente her etwas einfacher und moderner; gutes Preis-/Leistungsverhältnis;
Highlight: die kleine Bibliothek des Hotels, die auch für Feiern genutzt werden kann

"Gran Hotel Sauerhof""Gran Hotel Sauerhof"


Mein persönlicher Hoteltipp: "Villa Gutenbrunn"

Villa Gutenbrunn BadenVilla Gutenbrunn Baden

Das im Oktober 2009 eröffnete Hotel befindet sich in einer Biedermeiervilla, in der auch Ludwig von Beethoven schon genächtigt hat, wie eine Gedenktafel verrät. Die jungen Besitzer haben hier tolle Ideen umgesetzt und geschickt den Biedermeierstil mit der Moderne verbunden. Gerade Reisende, denen der Badener Biedermeierstil auf Dauer zuviel wird, werden sich hier garantiert wohlfühlen. In der Lobby laufen den ganzen Tag über Stummfilme auf einer Leinwand, und die Hausmaskottchen Bonny und Clyde (zwei kleine Kanarienvögel) untermalen die Atmosphäre mit ihrem Gesang - wenn sie denn gerade Lust dazu haben. Die Lobby selbst ist ein Arkadenhof mit einem Glasmosaik an der Decke, beim ersten Betreten fast atemberaubend. Die Zimmer sind großzügig und bieten Platz für eine separate Sitzecke. Für Kurgäste ideal ist die direkte Verbindung zur Römer-Therme. Man kann also im Bademantel vom Hotel zur Therme gehen. Ich wünsche den Inhabern weiterhin viel Glück bei der Umsetzung ihrer Ideen und hoffe, dass viele Gäste den Weg in dieses kleine Juwel finden.

Einer der Höhepunkte der Reise war für mich der Heurige im Mühlfeldhof. Bei dieser typisch österreichischen Tradition wurde ein tolles Büffet aufgetischt mit regionalen Köstlichkeiten (fantastische Wiener Schnitzel) und natürlich Wein. Der Mühlfeldhof wird fast ausschließlich von Einheimischen besucht, was eine authentische Atmosphäre garantiert. Perfekt, um die von den Besichtigungen müden Füße und den Geist zu entspannen.


Tag 2: BENEDIKTINERSTIFT GÖTTWEIG / DÜRNSTEIN / WEINERLEBNISWELT LOISIUM / CASINO BADEN


Der 2. Tag führte uns gleich an mehrere Orte.

Erste Station war das Benediktinerstift Göttweig.

Dieses befindet sich auf einem Berg, wo von dem aus man einen schönen Rundblick in die Wachau genießen kann.

Sehr beeindruckt hat mich die Kaiserstiege im sogenannten Kaisertrakt: eine Treppe, die über drei Etagen geht mit einem faszinierenden Fresko an der Decke. Dieses ist so gemalt, dass man meint, die Decke wölbe sich. Unsere Führerin schwor uns aber, dass es sich um eine glatte Fläche handelt. 

Benediktinerstift GöttweigBenediktinerstift Göttweig





In der Stiftskirche lernte ich außerdem, dass die kleinen Metallkegel vor den Sitzen der Mönche im Presbyterium früher als Kerzenhalter und heute als Halter für die Wurstsemmeln gelten. Eine nette Geschichte. 

Leider konnten wir das Stift - wie die meisten Stationen unserer Reise - nur stippvisitenartig besichtigen, da noch jede Menge andere Highlights auf dem Programm standen.

Unsere Fahrt ging weiter, vorbei an zahllosen Weinbergen, in die mittelalterliche Stadt Dürnstein. Hier scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Schmale Gässchen, winzige Läden und die Burgruine, auf der Richard Löwenherz gefangen gehalten wurde. Brautpaare lassen sich hier gerne im Rathaus trauen und verbringen ihre Flitterwochen im Romantik Hotel "Richard Löwenherz" (4 Sterne) oder im 5-Sterne-Haus "Hotel Schloss Dürnstein", von dessen Terrasse man einen wunderbaren Blick hinunter auf die Donau genießen kann.

 

Rathaus DürnsteinRathaus Dürnstein
Beschwipste Marillen Dürnstein

 

Mein persönlicher Tipp: 
kosten Sie die beschwipsten Marillen, die in dem kleinen Laden direkt im Stadttor verkauft werden.

LoisiumBildnachweis: LOISIUM/Robert Herbst

Der Nachmittag stand ganz im Zeichen des Weines. Wir besuchten die Weinwelt LOISIUM in
Langenlois. Hier kann man auf vielfältige Weise in die Welt des Weines eintauchen. Hier gibt es sowohl
900 Jahre alte Weinkeller zu besichtigen als auch auf moderne Weise in einer Multimedia-Show
nachzuempfinden, wie der Wein sich in der Presse "fühlt". Man hat sich im Loisium viel einfallen lassen,
um sowohl Tagesausflüger als auch Firmen und große Gruppen weiterzubilden und gleichzeitig zu
unterhalten. Es werden sogar eigene Führungen für Kinder angeboten. Die Kinder dürfen dabei auch an
einer Verkostung teilnehmen - mit Most, versteht sich. 


Zurück in Baden, war für den Abend elegantere Kleidung angesagt, denn wir waren ins Casino eingeladen. Hatte ich bisher den Eindruck, dass es die jüngeren Leute der Region eher nach Wien zieht als ins beschauliche Baden, so wurde ich dort eines Besseren belehrt. Das Casino war sehr gut besucht, und das hauptsächlich von jüngeren Leuten, was ich am wenigsten vermutet hätte. Das Badener Casino gehört zu den bekanntesten Casinos weltweit. Es ist prunkvoll in einem Gebäude direkt am Kurpark untergebracht. 

Es beherbergt auch ein Restaurant, in dem man vor dem Spielen ein mehrgängiges Menü genießen kann. Elegante Abendkleidung ist zwar offiziell ein Muss, allerdings habe ich vor Ort auch Gäste in Jeans gesehen. Allzu streng scheint man also doch nicht zu sein. Neben Spielautomaten gibt es klassisches Roulette, Black Jack oder Poker. 

So manch einer hat sich hier schon um Kopf und Kragen gespielt. Also Vorsicht: das Spielfieber ist ansteckend!

Tag 3: WIEN

Schon war der Tag unserer Abreise gekommen, ein Höhepunkt stand uns aber noch bevor: Wien. Zunächst fuhren wir zum CAT-Bahnhof. CAT ist die Abkürzung von City Airport Train. Davon abgesehen, dass man mit diesem Zug sehr bequem zum Flughafen Schwechat kommt, hat man auch
die Möglichkeit direkt am Bahnhof für seinen Rückflug einzuchecken (ausgewählte Airlines) und dann gemütlich ohne Gepäck noch einen Bummel durch Wien zu machen. Ein Stadtführer empfing uns dann zwischen Hotel Sacher und der berühmten Albertina und führte uns zu Fuß durch die Wiener Altstadt. Ein Großteil der Sehenswürdigkeiten liegen dicht beieinander, so daß wir einen ersten Eindruck von der zauberhaften Stadt gewinnen konnten. Zwar konnten wir aus Zeitgründen bekannte Sehenswürdigkeiten wie Schloß Schönbrunn, den Prater und auch den Stephansdom nur aus der Ferne bzw. gar nicht besichtigen, aber umso mehr steht für mich fest, dass ich noch mindestens einmal nach Wien zurückkehren werde.


Meine Tipps für Wien:

Fiaker vor der AlbertinaFiaker vor der Albertina

Eine Fahrt mit dem Fiaker gehört zu einem Wien-Besuch einfach dazu.
Eine halbstündige Fahrt kostet ca. 45 Euro für bis zu 3 Personen.

Sehr empfehlenswert ist für mehrtägige Besuche die Wien-Karte:
Zum einen kann man damit 48 bzw. 72 Stunden lang die öffentlichen Verkehrmittel der Stadt nutzen und bekommt zum anderen zahlreiche Ermäßigungen und teilweise kostenlose Angebote für diverse Museen, Restaurants usw. Die Karte kann vorab über meine Reiseagentur, online oder auch vor Ort in der Touristeninformation gekauft werden.

Einen Besuch in einem der berühmten Kaffeehäuser (z.B. das "Central", das "Imperial" oder das "Sacher") sollte man sich ebenfalls nicht entgehen lassen.

Zum Mittagessen wurden wir im Hotel "Le Meridien Wien" an der Ringstraße empfangen, dies war gleichzeitig die letzte Station dieser Infotour. Die Lobby des Hotels fand ich zunächst gewöhnungsbedürftig, aber von den modernen Zimmern, dem stylischen Restaurant und dem fast
durchgehend jungen Hotelteam war ich restlos begeistert.

Fotos: Mit freundlicher Genehmigung des "Le Meridien Wien"